Einfach mal laufen lassen – Vom weiblichen Zyklus im Alltag, Vorurteile ggü. Menstruationstassen & der Pille

Einfach mal laufen lassen – Vom weiblichen Zyklus im Alltag, Vorurteile ggü. Menstruationstassen & der Pille

In der heutigen Podcast-Folge (findet ihr auf iTunes und Spotify oder hier oberhalb) gibt es Realtalk, denn es geht um Blut. Einmal im Monat. Es geht darum, Begriffe zu entmedizinisieren, um die Vorurteile, mit denen Menstruationstassen zu kämpfen haben (und ob doch was dran ist) und es geht darum, wie wunderbar sich der Umgang mit dem eigenen Körper verändern kann, wenn die Antibaby-Pille wegfällt und man beginnt, mit einem Thermometer in jeder Zyklusphase in sich herumzustochern oder zu prüfen, welche Konsistenz die eigenen Körpersäfte haben (klingt komisch? Such mal nach „NFP“ 😉 ). Inspiriert ist diese „Dr. Sommer-“ Folge 😉 durch einen Mann, die Anekdote dazu ist herrlich. Es geht mir vor allem darum, diese Themen zu deshamen – in einer Welt voll von Sexualität, die aber trotzdem noch 100 Tabus mit sich bringt. Über’s Rammeln reden wir alle, und wir tun oder wollen es andauernd. Wir sprechen aber selten über das, was tiefer liegt oder was sogar ganz natürlich ist – z. B. die Schwankungen, denen ne hormonzuschussfreie Frau eben unterliegt. Und es geht darum, dass am Ende alle profitieren, wenn wir Frauen uns mehr auf unsere vier Jahreszeiten einlassen. Auch Partnerschaften. Außerdem geht es um Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern, für die das Thema Periode bis heute mehr als schambesetzt ist, und welche Menstruationstasse ICH deshalb kaufen würde, wenn ich ne Neue bräuchte.

Ich gehe weder tiefer auf NFP (bzw. die symptothermale Methode und Kalendermethode), alternative Verhütungsmittel, alle vier Phasen des weiblichen Zyklus, die verschiedenen Nebenwirkungen der Anitbaby-Pille, noch gebe ich eine konkrete Bedienungsanleitung für die Menstruationstassen rein. Ihr findet online unglaublich viele großartige Informationen zu all diesen Themen. Meine Episode soll eine Lanze dafür brechen, auch über diese Themen zu sprechen – erst recht in Beziehungen, aber auch im alltäglichen Leben, eben überall. Schließlich sind unter den vielen Milliarden Menschen doch einige Frauen – und fast alle davon bluten einmal im Monat, reden aber immernoch zu selten darüber, weil „man das halt nicht macht“ oder es „ja Frauenthemen sind“. Wenn ihr wollt, dass ich auf irgendwas trotzdem mal näher eingehe, lasst es mich wissen! Vielleicht gibt’s dann ein „Einfach mal laufen lassen 2“. 😉

Antibaby-Pille absetzen & sich selbst mehr fühlen

Als ich vor einiger Zeit die Antibaby-Pille absetzen wollte, sind mir vor allem auch seitens Ärzten viele Kontra-Argumente begegnet. Genervt sprachen sie von einem neuen Trend, der ungeplante Schwangerschaften mit sich bringen würde, davon, wie normal es ist, dauerhaft und nachweislich zu viel Östrogen im Körper zu haben und davon, dass die Nebenwirkungen ja halb so wild sind. Erstaunlich, wenn man mal in die Packungsbeilage guckt. Ich wollte die Antibaby-Pille absetzen, weil ich in meiner Pillenpause unter harter Migräne litt und mir einfach nicht mehr täglich Hormone zuführen wollte. Außerdem hatte ich davon gelesen, dass FRAU sich wieder mehr spürt, wenn die Pille einmal futsch ist, und weil ich ahnte, dass ein tieferes, engeres Körperempfinden was ganz Wunderbares sein kann, setzte ich die Pille ab. Warum ist das wichtig zu erwähnen? Weil ich hiernach auf die symptothermale Methode als Verhütungsmethode umstieg und mir nichts einsetzen oder auf anderem Wege verabreichen ließ, was automatisch zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen, weiblichen Zyklus und meinem Blut führte. Denn: Meine Basaltemperatur maß ich vaginal. Logischerweise auch während ich vor mich hin blutete. 

Back to our roots means back to our bodies: natürlich verhüten

Nicht nur ich kann ein Lied davon singen, was plötzlich alles spürbar wird, wenn der natürliche, weibliche Zyklus in den Körper zurückkommt. Kontraktionen vor der Menstruation, Brustziehen, die enormen Regelschmerzen und die Erkenntnisse, dass all diese Symptome deutlich abnehmen, wenn wir mit uns im Reinen sind, weniger Stress haben und sexuell und emotional ausgeglichen sind. Die Beobachtungen, wann wir am leistungsfähigsten und sexuell aktivsten sind und was wir besser an manchen Tagen lassen und auch, dass „die hat doch ihre Tage“ manchmal gar nicht so stimmt, wirken wie kleine Wunder, wenn man sich jahrelang künstlich von diesem Zauber ferngehalten hat. Noch besser wirds, wenn man all diese Erkenntnisse in sein Leben integriert und sowohl beruflich als auch in Partnerschaften auf die Wellen aufspringt, statt sie zu verteufeln. Probiert es mal aus…! Ich gebe zwei drei Beispiele dafür in der Podcast-Folge.

Und dann: Menstruationstasse kaufen und einfach mal laufen lassen

Immernoch begegnen mir ganz viele Vorurteile und Sorgen, wenn ich empfehle, eine Menstruationstasse zu kaufen und sie als großartige Alternative zu Tampons oder BInden zu nutzen. Ich wäre vermutlich auch nicht auf die Idee gekommen, mir ein Silikonkörbchen in den Körper zu schieben, wenn ich nicht durch die natürliche Verhütung nach Absetzen der Pille und den viel offeneren Umgang mit meinem eigenen Körper und seinen natürlichsten Abläufen schon Freundschaft mit meinem Blut geschlossen hätte und das auch gerne männlichen Gesprächspartnern erzähle. Eine Anekdote dazu hörst du auch im Podcast. Was man vorm Kaufen einer Menstruationstasse so denken könnte, was ich schon für Fragen gestellt bekommen habe und welches Unternehmen ich für die Tässchen besonders spannend finde, erzähle ich euch ebenfalls. 

Denn: Es gibt sie zwar auch in der Drogerie. Wer aber einen Beitrag leisten und u. A. Frauen und Mädchen in Afrika zu diesem mega Hygieneprodukt verhelfen will, darf sich für die Rubycup entscheiden. Es handelt sich bei der Empfehlung nicht um bezahlte Werbung, sondern solche von Herzen. Ich verfolge das soziale Unternehmen schon lange und hatte meine Cup damals leider schon anderswo gekauft. Wenn’s mal wieder Zeit für eine neue wird, wird es definitiv eine Rubycup, weil ich unterstützen mag, was die Ladys tun. Der Gedanke, dass Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern für ihre absolute Natürlichkeit bis heute noch Scham empfinden, sich dreckig fühlen (müssen) und Konsequenzen tragen müssen wie z. B. in der Schule zu fehlen, weil sie weder mehr über sich selbst wissen noch die Möglichkeit haben, Frauenhygieneprodukte zu kaufen, finde ich noch schlimmer, als dass hierzulande all diese Themen als reine „Frauenthemen“ abgetan werden. Macht euch auf, macht euch frei – und profitiert von den Wellen, die unser Frausein mit sich bringt, vom Job bis in eure sexuellen und partnerschaftlichen Beziehungen hinein. Sooo schön! 😉

Bis bald und viel Spaß beim Hören der Podcast-Folge.

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